Hüttenstadt Elegie | Eisenhüttenstadt 2025

// Theatrale Jubiläumsfeier für das FriWo //

Hüttenstadt Elegie

09. / 10. / 11. Oktober 2025 | Friedrich-Wolf-Theater, Eisenhüttenstadt

2025 feiert das Friedrich-Wolf-Theater ein rundes Jubiläum: Seit seiner Eröffnung 1955 ist es Bühne, Begegnungsort und kultureller Brennpunkt – jetzt wird das Haus 70 Jahre alt. Das Jubiläumsprojekt „Hüttenstadt Elegie“ ist eine rauschende theatrale Feier: voller nostalgischer Rückblicke auf das Friwo als kulturellen ‚Hochofen‘ der Stadt. Das Theaterkollektiv Panzerkreuzer Rotkäppchen übernimmt die Rolle der Zeremonienmeisterinnen dieser Jubiläumsshow. Gemeinsam mit zahlreichen Akteurinnen aus der Stadt entsteht ein glamouröses Geburtstagsspektakel. Das Friwo verwandelt sich in ein begehbares Gesamtkunstwerk mit mehreren Spielstationen: vom Vorplatz über die Künstlergarderobe bis in den Orchestergraben gibt es Geschichten, Erinnerungen und Träume zu erleben. Tanz, Schauspiel, Gesang, Puppentheater und Klanginstallationen feiern das Friedrich-Wolf-Theater und lassen seinen Glanz nach außen strahlen.

Hausgeist Vincent Martinez | Der Künstler Al Titzki | Garderobiere Sabine Boehm | Tom Hanks Inga Dietrich | Die Gloerreichen Sieben Anna Stiede | Stahlwerk Jenny Helene Wübbe | Jungchen Dana Bong | Snowy Jo Titzki | Karl Marx Helga Lazaar | Soundverschmelzerin Camilla Milena Fehér | Germania Barbarica Luise Grell | Berolina Danja Schilling | Herr Zahn Manfred Zahn | Trabbifahrer Helmut Jache | Bodyguards Stephanie Soldan, Jasmin Thelke, Nicole Thelke (TheEi)

Künstlerische Leitung & Regie Susann Neuenfeldt | Raumphilosophie Werner Türk | Dramaturgie & Grafik Simon Strick | Produktionsleitung Maria Ullrich, Susann Neuenfeldt | Kommunikation & Finanzen Maria Ullrich | Regie- & Dramaturgieassistenz Nuria Zechlin | Technische Leitung Kay Volbehr | Bühne & Kostüm Katharina Dyck, Konrad Schaller | Lichtdesign Katri Kuusimaki | Ton Lukas Maser, Hannes Koch | Kompositionen Al Titzki, Hans Narva (PlanPunk) | Musikalische Leitung Al Titzki | Choreographie Linda Weissig | Ausstattung Anat Homm | Kamera Sezgin Kivrim | Technik Holger Duhn, Kay Hupka

Eine Produktion von Panzerkreuzer Rotkäppchen, dem Friedrich-Wolf-Theater und der Stadt Eisenhüttenstadt in Kooperation mit Volkschor Eisenhüttenstadt e.V., Tanzensemble kuz, InterKultur VielFarben e.V., Museum für Utopie und Alltag, und weiteren Hüttenstädter Künstlerinnen.

Gefördert vom Land Brandenburg, Landkreis Oder-Spree, Stadt Eisenhüttenstadt, Friedrich-Wolf-Theater, Fonds Darstellende Künste, Arcelor Mittal, EDL – Eisenhüttenstädter Dienstleistungsgesellschaft, EWG und GeWi Eisenhüttenstadt.

Fotos: © Sezgin Kivrim, Kay Volbehr

EKEL III | Berlin 2025

// Performance //

Mein Ekel ist dein Ekel

11. Juli 2025 | panke.gallery, Berlin

Teil 3 der Performance-Reihe „Mein Ekel ist ein Privileg

Die letzte Veranstaltung in der Panke Gallery lädt zum kollektiven Abscheu und zur gemeinsamen Auseinandersetzung ein. Es wird geschwitzt, diskutiert, getrommelt, geschmeckt und zurückgespült. Der Ekel tropft, sickert, verbindet. Inspiriert vom berühmten Satz aus Heiner Müllers Hamletmaschine – „Mein Ekel ist ein Privileg“ – hat sich PKRK seit 2024 in mehreren Veranstaltungen künstlerisch, politisch und diskursiv mit Ekel als ambivalenter, produktiver Emotion beschäftigt. Dabei wurde Ekel nicht als bloße Abwehr verstanden, sondern als Impuls für Differenz, Kritik, Kollektivität und Self-Empowerment. Jetzt, zum Abschluss, geht es um den geteilten Ekel. Den überlaufenden, ansteckenden, unausweichlichen. Das, was bleibt. „Mein Ekel ist dein Ekel“ – ist ein offener Abend, der sich Jam und Begegnung verschreibt – ein ekliger Auslauf und gleichzeitig ein Raum des Übergangs.

PERFORMERINNEN: Ausstellung und live Werkproduktion Anat Homm | PKRK-Performer*innen & Wiedergängerinnen aus EKEL I & II Anna Stiede, Jenny Helene Wübbe, Sabine Böhm, Maike Möller Engemann | Schlagzeug Almut Lustig

Mini-Gesprächsrunden, niedrigschwellig & offen, zum Zuhören oder Mitdiskutieren moderiert von: Maria Ullrich

TEAM: Künstlerische Leitung Susann Neuenfeldt | Dramaturgie Simon Strick, Marisa Burckhardt | Raum/Ausstattung Alison Shea, Werner Türk

Eine Produktion von Panzerkreuzer Rotkäppchen.

Gefördert vom Berliner Senat für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Fotos: © Kay Volbehr

EKEL II | Berlin 2025

// Performance Spektakel //

Mein Ekel ist Aktion

26. April 2025 | Haus 22, ehem. Stasi-Zentrale, Berlin-Lichtenberg

Teil 2 der Performance-Reihe „Mein Ekel ist ein Privileg

Die Aktions- und Performancekunst der DDR war Widerstand aus dem Körper heraus. Widerstand gegen Überwachung von Menschen in einem System, das den Körper zu einer fröhlich funtionierenden Arbeitsmaschine stilisierte. Unter dem Motto „Mein Ekel ist Aktion“ widmet sich die zweite Veranstaltung der Ekel-Reihe der radikalen Kraft von Ekel in der DDR-Performancekunst der 1980er Jahre. In einem begehbaren Performance-Spektakel wird Haus 22 auf dem Gelände der ehemahligen Stasi-Zentrale – einst Ort der Kontrolle – zur Bühne: Performances, Reenactments und szenische Intallationen erschließen auf zwei Etagen historische wie zeitgenössische Perspektiven auf Körper, Norm, Widerstand und Erinnerung. Die Veranstaltung sieht sich als Reclaim eines Angstortes, als empowernde Überschreibung durch Kunst – und als Einladung, Ekel als Künstlerisches Ausdrucksmittel und Signatur neu zu denken.

PERFORMERINNEN: Station Lothar Anne Stiede | Station Speisesaal Dana Bong, Dorothea Löbbermann, Giorgia Bovo, Jenny Helene Wübbe, Kerstin Hurbain, Rachel E. Skipor, Sabine Böhm, Vincent Martinez | Station Hausgeist Maike Möller-Engemann | Station DDR Aktionskunst Gabriele Stötzer, Gabriele Göbel, Verene Kyselka, Ina Heyner

TEAM: Künstlerische Leitung/Regie Susann Neuenfeldt | Dramaturgie Simon Strick, Marisa Burckhardt | Recherche Anna Stiede, Susann Neuenfeldt, Marisa Burckhardt | Finanzleitung/Kommunikation Maria Ullrich | Szenographie Susann Neuenfeldt, Werner Türk | Kostüme/Requisiten Alison Shea | Choreographie Giorgia Bovo, Kerstin Hurbain | Gestaltung Simon Strick | Kamera Sezgin Kivrim | Technische Leitung Holger Duhn | Tondesign-/technik Klaus Altenmüller, Lukas Maser | Lichtdesing/-technik Holger Duhn, Kay Vollbehr | Übersetzung Laura Sophia Becker

Eine Produktion von Panzerkreuzer Rotkäppchen in Kooperation mit Stasiunterlagen-Archiv, der Aktionskünstlerin Gabriele Stötzer & Team und dem Theater Thikwa.

Gefördert vom Berliner Senat für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Fotos: © Alison Shea, Kay Volbehr

TreuhandTechno | Rostock 2025

// PERFORMANCE //

TreuhandTechno Rostock

22. Februar 2025 | Freigeist Theater, Rostock

T wie Trainspotting! 

Mit „TreuhandTechno Rostock“ hat das Theaterkollektiv Panzerkreuzer Rotkäppchen die Abwicklung der Neptun-Werft und die gleichzeitige Entwicklung von Techno im Rostock der 90er Jahre untersucht. 

In den leeren Werfthallen fanden in den 90er Jahren illegale Raves statt, u.a. mit DJ Jenseits oder SK MIZE. Grabkerzen führten zu den Party-Locations und leuchteten den party people den Weg durch die dunkle Werft.

T wie Techno, T wie Tod, T wie Trauer!

Und während in der Nacht die unendlichen Techno-Beats in den abgewickelten Werfthallen wummerten, gingen die Leute am Tag auf die Strasse, um gegen die Abwicklung der Werft zu protestieren. Eine der Protestaktionen ist bis heute legendär: Azubis mauerten den Eingang der Treuhandfiliale zu mit dem Slogan: Ihr verbaut unsere Zukunft, wir verbauen euren Eingang.

Dort im Nordosten der ehemaligen DDR weht ein rauh-herzlicher Wind, Rostock – ein Lebensgefühl zwischen Hanse und Hochsee.

Es spielten: Sabine Böhm, Giorgia Bovo, DJ Kutter und Stephan Deglow, Camilla Milena Feher, Kerstin Hurbain, Dorothea Löbbermann, Anna Stiede, Werner Türk, Isabelle Vogt, Jenny Helene Wübbe

Künstlerische Leitung: Susann Neuenfeldt | Leitender Dramaturg & Autor: Simon Strick | Finanzleitung/Social Media: Maria Ullrich | Technische Leitung: Holger Duhn | Ton: Lukas Maser | Licht: Katri Kuusimäki | Techno tracks „Me and my rhythm box“, „Ich bin meine Maschine: Hans Narva

Fotos © Peter Weiss Haus Rostock, Holger Duhn, Maria Ullrich

Eine Produktion von Panzerkreuzer Rotkäppchen gefördert vom Peter Weiss Haus Rostock, der Rosa Luxemburg Stiftung, MV tut gut, der Freigeister Theatergruppe, und der Hanse und Universitätsstadt Rostock.

Brofaromin OST | Berlin 2022/24

// THEATRALE INSTALLATION //

Brofaromin OST

17./18./19. Juni 2022 | ehemalige Stasi Zentrale, Berlin
31. Mai, 01./07. Juni 2024 | ehemalige Stasi Zentrale, Berlin

Seit den 60er Jahren führten internationale Pharma-Unternehmen wie Bayer, Pfizer und Ciba Geigy Medikamenten-Studien in DDR-Krankenhäusern durch. Neben Kreislauf-Medikamenten wurden auch Antidepressiva wie das Medikament BROFAROMIN getestet, oft ohne Aufklärung der Patient:innen. Dieser „immaterielle Export“ (Schalck-Golodkowski) wurde von der Abteilung für „Kommerzielle Koordinierung“ (KoKo) und mit Hilfe der Staatssicherheit organisiert. Im kulturellen Gedächtnis des wiedervereinigten Deutschlands sind die medizinischen Testreihen zwischen Ost und West kaum präsent.
„Brofaromin OST“ erinnert an die Medikamentenversuche und ihre Nebenwirkungen zwischen Ost- und Westdeutschland und untersucht die chemischen Verbindungen zwischen Kapital, Depression und Realsoziolismus. Wurden DDR-Bürger*innen als Versuchskaninchen benutzt, um die wirtschaftliche Notlage der DDR zu verbessern? Was sind die Nebenwirkungen des Westens und wie fühlen sich sozialistische Placeboeffekte an? PKRK bringt die chemischen Verbindungen zwischen Kapital und Realsozialismus in die ehemalige Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg.

TRAILER

Mit: Maike Möller-Engemann, Luise Grell, Dana Bong, Mareike Hein, Dorothea Löbbermann, Sabine Böhm, Werner Türk | Tanz: Giorgia Bovo, Kerstin Hurbain, Alix Reigner, Jenny Helene Wübbe, Laura Guy | Gesang: Anna Stiede, Chor der Stillen Strasse 10 | Regie: Susann Neuenfeldt | Dramaturgie: Richard Pfützenreuter, Simon Strick | Choreographie: Maike Möller Engemann | Chorleitung: Bettina Kurella, Band des Theater Thikwa | Musikdramaturgie: Inga Dietrich | Lichtdesign: Holger Duhn | Musikalische Leitung: Hans Narva | Bühne & Kostüm: Konrad Schaller | Kommunikation: Anna Stiede | Social Media: Maria Ullrich | Assistenz: Isabelle Vogt | Fotos: © Konrad Schaller, Ronald Spratte, Alice Brunello Luise

Eine Produktion von PKRK. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, in Kooperation mit dem Stasi-Unterlagen-Archiv, dem Theater Thikwa und dem Senior:innen-Chor der Stillen Strasse 10.

The East in ME | Berlin 2023

// PROZESSFÖRDERUNG //

The East in ME

Die Erinnerungskultur für Ostdeutschland ist an einem Wendepunkt angelangt.
30 Jahre nach Mauerfall, Wiedervereinigung, Rostock-Lichtenhagen ist eine neue Generation herangewachsen, die die DDR nicht mehr als „untergegangene Diktatur“ oder „vergangene Utopie“ erinnern will.
Diese Generation fühlt „den Osten“ anders: im Präsens und als eine Quelle für alternative Lebensentwürfe.
Statt Ostalgie oder DDR-Bashing geht es dieser Generation darum, den Osten und die Reste der DDR in der Gegenwart neu zu artikulieren: als Teil der eigenen Identität.
Das Faszinierende: diese Generation erinnert die DDR, ohne sie erlebt zu haben.
Für sie ist der Osten nicht Historie, die man aufarbeiten oder für die man sich rechtfertigen muss, sondern phantomschmerzende „Heimat“, verschüttete Eigengeschichte und Ressource vielfältiger Zukunftskonstruktionen.
Mit „The East in Me“ wollen wir an diesen neuen Erinnerungsdiskurs anknüpfen.
Während in den bildenden Künsten zunehmend Künstler:innen mit Ostbiographie sichtbar werden, wollen wir diesen neuen „Gefühlsraum Ost“ im Theater bearbeiten und zeitgenössische theatrale Formate für ihn entwickeln.
Für die Realisierung unseres Projekts brauchen wir keinen Jahrestag, keine offiziellen Feierlichkeiten, keinen runden Geburtstag.
Wir brauchen Orte – Probebühnen mit Labor- und Werkstattatmosphäre.

Beteiligt an den Splittern: Sabine H. – Die neunfache Kindsmörderin aus Brieskow-Finkenheerd (Fotos 1/4/5) & Die Krähen – Physiologie und Mythologie von Saatkrähen im Nationalpark „Unteres Odertal“ (Fotos 2/3/6/7)

Produktion: Panzerkreuzer Rotkäppchen | Produktionsleitung: Anat Homm | Künstlerische Leitung: Susann Neuenfeldt | Finanzleitung: Maria Ullrich | Choreographie: Maike Möller-Engemann | Tanz: Kerstin Hurbain, Jenny Helene Wübbe, Giorgia Bovo | Sound Design: Hans Narva | Licht Design: Holger Duhn | Video: Ana Marinov | Kommunikation: Simon Strick | Social Media: Maria Ullrich | Technische Leitung: Kirstin Giebeler | Website: Ludovica Farace & Giannina Herion | Forschende: Anna Stiede, Richard Pfützenreuter, Alison Shea, Susann Neuenfeldt, Jana Olschewski, Sabine Böhm, Luise Grell, Jenny Helene Wübbe, Maike Möller Engemann | Sängerin: Danja Schilling

Ein Projekt von PKRK. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste.