ALICE D lost | Unithea 2025

// TECHNO TANZ THEATER //

ALICE D lost | deep in the bosom of the gentle night

Im Rahmen des Unithea Theaterfestivals, Frankfurt Oder/Słubice (PLN)

14. Juni 2025, 21.15 Uhr
Collegium Polonicum, Słubice (PLN)

Wie durch das Wunderland wandelt Alice D durch den Techno-Club. Dort, wo sich Realitätsfliehende und Freiheitssuchende Seite an Seite zu monotonen Rhythmen auf extremen Frequenzen bewegen eröffnet sich ihr inmitten von Rausch und Exzess eine Welt individuell-intimer Freiheit. Doch was, wenn die Tanzlust zum unstillbaren Durst wird?
Alice D tanzt, zwischen den Polen, auf dem schmalen Grat zwischen Selbstfindung und Destruktivität, wo ihre Suche nach trauter Zugehörigkeit zu einem Balanceakt um Selbstermächtigung und Sucht wird.
Basierend auf Texten und Motiven aus René Daumals Das große Besäufnis und Lewis Carrolls Alice im Wunderland vermengt Jenny Helene Wübbe assoziativ-biographische Lyrik, klassische Texte und energiegeladene Techno-Bewegungen zu einem dynamischen Monologstück welches die Frage nach Einsamkeit und Abhängigkeit in jener Subkultur unumgehbar in den Raum stellt.

Jenny hat von vorne bis hinten eine Welt kreiert, glaubhaft und spannend, mit allen Themen und Gefühlen, die zur Clubwelt gehören. Toll wie sie tanzt und sich ausdrückt! Sie hat viel zu geben und berührt! (Jana Olschewski, Schauspielerin)

Die facettenreichen Themen rund ums Raven wurden derartig präzise, humorvoll, deep, verstörend und zum Nachdenken behandelt. Ich hab mich in vielen Punkten gesehen und verstanden gefühlt. (L. R., Raver)

Von & mit: Jenny Helene Wübbe | Foto: Kay Volbehr, Nadiia Birchak

Reservierungen

EKEL II | Berlin 2025

// Performance Spektakel //

Mein Ekel ist Aktion

26. April 2025 | Haus 22, ehem. Stasi-Zentrale, Berlin-Lichtenberg

Teil 2 der Performance-Reihe „Mein Ekel ist ein Privileg

Die Aktions- und Performancekunst der DDR war Widerstand aus dem Körper heraus. Widerstand gegen Überwachung von Menschen in einem System, das den Körper zu einer fröhlich funtionierenden Arbeitsmaschine stilisierte. Unter dem Motto „Mein Ekel ist Aktion“ widmet sich die zweite Veranstaltung der Ekel-Reihe der radikalen Kraft von Ekel in der DDR-Performancekunst der 1980er Jahre. In einem begehbaren Performance-Spektakel wird Haus 22 auf dem Gelände der ehemahligen Stasi-Zentrale – einst Ort der Kontrolle – zur Bühne: Performances, Reenactments und szenische Intallationen erschließen auf zwei Etagen historische wie zeitgenössische Perspektiven auf Körper, Norm, Widerstand und Erinnerung. Die Veranstaltung sieht sich als Reclaim eines Angstortes, als empowernde Überschreibung durch Kunst – und als Einladung, Ekel als Künstlerisches Ausdrucksmittel und Signatur neu zu denken.

PERFORMERINNEN: Station Lothar Anne Stiede | Station Speisesaal Dana Bong, Dorothea Löbbermann, Giorgia Bovo, Jenny Helene Wübbe, Kerstin Hurbain, Rachel E. Skipor, Sabine Böhm, Vincent Martinez | Station Hausgeist Maike Möller-Engemann | Station DDR Aktionskunst Gabriele Stötzer, Gabriele Göbel, Verene Kyselka, Ina Heyner

TEAM: Künstlerische Leitung/Regie Susann Neuenfeldt | Dramaturgie Simon Strick, Marisa Burckhardt | Recherche Anna Stiede, Susann Neuenfeldt, Marisa Burckhardt | Finanzleitung/Kommunikation Maria Ullrich | Szenographie Susann Neuenfeldt, Werner Türk | Kostüme/Requisiten Alison Shea | Choreographie Giorgia Bovo, Kerstin Hurbain | Gestaltung Simon Strick | Kamera Sezgin Kivrim | Technische Leitung Holger Duhn | Tondesign-/technik Klaus Altenmüller, Lukas Maser | Lichtdesing/-technik Holger Duhn, Kay Vollbehr | Übersetzung Laura Sophia Becker

Eine Produktion von Panzerkreuzer Rotkäppchen in Kooperation mit Stasiunterlagen-Archiv, der Aktionskünstlerin Gabriele Stötzer & Team und dem Theater Thikwa.

Gefördert vom Berliner Senat für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Fotos: © Alison Shea, Kay Volbehr

TreuhandTechno | Rostock 2025

// PERFORMANCE //

TreuhandTechno Rostock

22. Februar 2025 | Freigeist Theater, Rostock

T wie Trainspotting! 

Mit „TreuhandTechno Rostock“ hat das Theaterkollektiv Panzerkreuzer Rotkäppchen die Abwicklung der Neptun-Werft und die gleichzeitige Entwicklung von Techno im Rostock der 90er Jahre untersucht. 

In den leeren Werfthallen fanden in den 90er Jahren illegale Raves statt, u.a. mit DJ Jenseits oder SK MIZE. Grabkerzen führten zu den Party-Locations und leuchteten den party people den Weg durch die dunkle Werft.

T wie Techno, T wie Tod, T wie Trauer!

Und während in der Nacht die unendlichen Techno-Beats in den abgewickelten Werfthallen wummerten, gingen die Leute am Tag auf die Strasse, um gegen die Abwicklung der Werft zu protestieren. Eine der Protestaktionen ist bis heute legendär: Azubis mauerten den Eingang der Treuhandfiliale zu mit dem Slogan: Ihr verbaut unsere Zukunft, wir verbauen euren Eingang.

Dort im Nordosten der ehemaligen DDR weht ein rauh-herzlicher Wind, Rostock – ein Lebensgefühl zwischen Hanse und Hochsee.

Es spielten: Sabine Böhm, Giorgia Bovo, DJ Kutter und Stephan Deglow, Camilla Milena Feher, Kerstin Hurbain, Dorothea Löbbermann, Anna Stiede, Werner Türk, Isabelle Vogt, Jenny Helene Wübbe

Künstlerische Leitung: Susann Neuenfeldt | Leitender Dramaturg & Autor: Simon Strick | Finanzleitung/Social Media: Maria Ullrich | Technische Leitung: Holger Duhn | Ton: Lukas Maser | Licht: Katri Kuusimäki | Techno tracks „Me and my rhythm box“, „Ich bin meine Maschine: Hans Narva

Fotos © Peter Weiss Haus Rostock, Holger Duhn, Maria Ullrich

Eine Produktion von Panzerkreuzer Rotkäppchen gefördert vom Peter Weiss Haus Rostock, der Rosa Luxemburg Stiftung, MV tut gut, der Freigeister Theatergruppe, und der Hanse und Universitätsstadt Rostock.