TreuhandTechno FFO | Frankfurt (Oder) 2024

// PERFORMANCE //

TreuhandTechno FFO

22. Juni 2024 | Unithea Featival, Magistrale Kunsthalle, Frankfurt Oder

TreuhandTechno Frankfurt Oder untersucht in theatralen Formaten die Abwicklung des VEB Halbleiterwerks HFO und die zeitgleiche Entwicklung von Techno in Frankfurt Oder.

TEASER

Mit: Sabine Böhm, Giorgia Bovo, Maike Möller-Engemann, Kerstin Hurbain, Dorothea Löbbermann, Anna Stide, Werner Türk , Jenny Helene Wübbe | Künstlerische Leitung & Regie: Susann Neuenfeldt | Dramaturgie: Simon Strick | Choreographie: Maike Möller Engemann | Technische Leitung: Holger Duhn | Sounddesign: Camilla Feher | Recherche: Tobias Mönch | Produktion: Maria Ullrich | Fotos: © Ronald Spratte, Kay Vohlbehr

Eine Produktion von PKRK. Gefördert vom Unithea Theaterfestival der Europa-Universität Viadrin und dem Fonds Darstellende Künste.

Brofaromin OST | Berlin 2022/24

// THEATRALE INSTALLATION //

Brofaromin OST

17./18./19. Juni 2022 | ehemalige Stasi Zentrale, Berlin
31. Mai, 01./07. Juni 2024 | ehemalige Stasi Zentrale, Berlin

Seit den 60er Jahren führten internationale Pharma-Unternehmen wie Bayer, Pfizer und Ciba Geigy Medikamenten-Studien in DDR-Krankenhäusern durch. Neben Kreislauf-Medikamenten wurden auch Antidepressiva wie das Medikament BROFAROMIN getestet, oft ohne Aufklärung der Patient:innen. Dieser „immaterielle Export“ (Schalck-Golodkowski) wurde von der Abteilung für „Kommerzielle Koordinierung“ (KoKo) und mit Hilfe der Staatssicherheit organisiert. Im kulturellen Gedächtnis des wiedervereinigten Deutschlands sind die medizinischen Testreihen zwischen Ost und West kaum präsent.
„Brofaromin OST“ erinnert an die Medikamentenversuche und ihre Nebenwirkungen zwischen Ost- und Westdeutschland und untersucht die chemischen Verbindungen zwischen Kapital, Depression und Realsoziolismus. Wurden DDR-Bürger*innen als Versuchskaninchen benutzt, um die wirtschaftliche Notlage der DDR zu verbessern? Was sind die Nebenwirkungen des Westens und wie fühlen sich sozialistische Placeboeffekte an? PKRK bringt die chemischen Verbindungen zwischen Kapital und Realsozialismus in die ehemalige Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg.

TRAILER

Mit: Maike Möller-Engemann, Luise Grell, Dana Bong, Mareike Hein, Dorothea Löbbermann, Sabine Böhm, Werner Türk | Tanz: Giorgia Bovo, Kerstin Hurbain, Alix Reigner, Jenny Helene Wübbe, Laura Guy | Gesang: Anna Stiede, Chor der Stillen Strasse 10 | Regie: Susann Neuenfeldt | Dramaturgie: Richard Pfützenreuter, Simon Strick | Choreographie: Maike Möller Engemann | Chorleitung: Bettina Kurella, Band des Theater Thikwa | Musikdramaturgie: Inga Dietrich | Lichtdesign: Holger Duhn | Musikalische Leitung: Hans Narva | Bühne & Kostüm: Konrad Schaller | Kommunikation: Anna Stiede | Social Media: Maria Ullrich | Assistenz: Isabelle Vogt | Fotos: © Konrad Schaller, Ronald Spratte, Alice Brunello Luise

Eine Produktion von PKRK. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, in Kooperation mit dem Stasi-Unterlagen-Archiv, dem Theater Thikwa und dem Senior:innen-Chor der Stillen Strasse 10.

A hilarious yet depressing Collection of Data | Leidse, NL 2024

// TANZ-PERFORMANCE//

A hilarious yet depressing Collection of Data 2.0

19./20. Mai 2024 | Leidse Hofjes Festival, NL

Wiederaufnahme einer überarbeiteten Version unserer interdisziplinären Tanz-Performance im Rahmen des Leidse Hofjes Festival 2024.

Von und mit: Anouk van der Voet, Jenny Helene Wübbe | Sound Design: Isabel Taube

Aftermovie 2024

Müller und die Rosa Riesin | Berlin 2024

// PERFORMATIVE RECHERCHE //

Müller und die Rosa Riesin

April 2024 | Berlin

Der Panzerkreuzer hat performativ zu „Müller und die Rosa Riesin“ geforscht – es war ein Rausch, ein Little Dark Age. Der Schlüssel zur Serienkiller*in, zu Heiner Müller, zu KILLING TRANS WENDE war zeitgenössischer Tanz. Alles kam in Stufen von ROSA zusammen – Herakles im Wald von Beelitz, schwebender Müll, Geisterfleisch in Säcken, Hühnergesichter, Adidas-Trainingsanzüge. Alles kam zusammen und wir fanden ein Monster, eine Abrisshydra. Der Alptraum kommt auf Stelzen über die Grenze GIDDY WITH DELIGHT (Simon Strick)

The Panzerkreuzer did performative research on „Müller and the Pink Giantess“ – it was a frenzy, a Little Dark Age. The key to the serial killer, to Heiner Müller, to KILLING TRANS WENDE was contemporary dance. Everything came together in stages of ROSA – Heracles in the forest of Beelitz, floating garbage, ghost meat in sacks, chicken faces, Adidas tracksuits. Everything came together and we found a monster, a demolition hydra. The nightmare crosses the border on stilts GIDDY WITH DELIGHT (Simon Strick)

Mit: Kerstin Hurbain, Jenny Helene Wübbe | Konzept & Regie: Susann Neuenfeldt | Fotos: © Maria Ullrich

Eine Produktion von PKRK.

A hilarious yet depressing Collection of Data | Berlin 2023

// TANZ-PERFORMANCE //

A hilarious yet depressing Collection of Data

24./25. Juni 2023 | 48 Stunden Neukölln, Körnerpark, Berlin

Wer bin ich in diesem Spiel?
Was ist noch wahr, real, gar echt?
Wo kann ich die Freiheit spüren?
Wie fühl ich mich wieder mehr als nur schlecht?

Scharfe Klingeln, ein beidseitiges Schwert.
Leere Worte greifen tief.
Bin ich nicht schön, nicht liebenswert?
Auf meinem Herz: Achtung fragil.

Die Einsamkeit nach einem Kuss,
Zarte Flammen im Keim erstickt.
Und doch:
Es in meinem Innern wieder weiter,
ohne Frust,
unaufhörlich, stark und stärker,
immer weiter tickt.

The play with Fire, the play with Hearts, with Love – it may be the oldest game of society, which meets online dating as the urban play of today. Anyone who has tried their luck for “Swipe, Match, Love” already knows the game: a huge freedom to explore in a seemingly endless pool of opportunities… Play or be played? What often remains are the archived chats on our phones, an ever so often hilarious as well as depressing Collection of Data.
How can we take part in this game of love without giving up on its challenges to fully enjoy it (again, and again)? How do we navigate this vulnerable playground, in which ease and lightheartedness are essential for its enjoyment? 
In our interdisciplinary performance we will “log in” once again to explore the playground of modern love through music, dance, and text, taking the audience on a journey through its highs and lows. Opening the curtains to a rosy-coloured, pink-clouded “filtered” reality of a homely living room, we will find ourselves confronted with our own live-generated Collection of Data. Traveling from a simulation of daily life patterns through intensified artificial dance structures, the performance culminates in a celebration of love, vulnerability and friendship. Let’s play!

Von und mit: Anouk van der Voet, Jenny Helene Wübbe | Text: Jenny Helene Wübbe | Sound Design: Isabel Taube | Fotos: © Luca Morgantini

Als SIGNAL Festivalbeitrag zum Jahresthema mit einer besonders starken Außenwirkung gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

An der Arche um acht | Berlin 2022/23

// KINDERTHEATER //

An der Arche um acht

11./12./18./19. Juni 2022 | Jagschloss Grunewald, Berlin
02./03./04./11. Juni 2023 | Theater im Delphi, Berlin

„An der Arche um acht“ – ein Kindertheaterstück von Ulrich Hub für die ganze Familie mit Akkordeon

Drei Pinguine, allerbeste Freunde im ewigen Eis. Vor lauter Langeweile fällt ihnen nichts anderes ein als sich über die kleinen und großen Fragen des Universums zu streiten: Gibt es einen Gott? Und wenn ja, mag er Käsekuchen – mit oder ohne Rosinen? Besonders viel Phantasie scheint er jedenfalls nicht zu haben – soweit das Auge reicht ist da ja nur: Eis. Weißes Eis. Das lässt Gott nicht lange auf sich sitzen. Er schickt die Sintflut. Und als wäre das nicht Problem genug, gibt’s auf der Arche Noah nur Platz für zwei Pinguine: Was also tun mit dem dritten? Ein Pinguin lässt doch einen anderen Pinguin nicht im Regen stehen…

Wir freuen uns, das junge Publikum und seine Familien mit auf die abenteuerliche Reise der Pinguine zu nehmen: „Pünktlich an der Arche um Acht!“ – ein Stück über Glaube, Freundschaft und Zivilcourage.

Ulrich Hubs wundervolle Komödie ist eines der erfolgreichsten Kindertheaterstücke der vergangenen Jahre und wurde u.a. mit dem Deutschen Kindertheaterpreis 2006 ausgezeichnet.

Im Zeitraum 13. – 17. Juni 2022 sowie 05. – 09. Juni 2023 spielen wir zusätzliche Vorstellungen für Willkommensklassen spielen.

Es spielen Rudolf Krause, Friederike Pöschel, Mira Sanjana Sharma, Maria Thomaschke, Jenny Helene Wübbe | Regie Magdalena Scharler | Bühne und Kostüm Anne-Simone Vogt | Musik und Sound Simon Detel | Künstlerische Mitarbeit Zena El Abdalla | Produktionsleitung Magdalena Scharler, Jenny Helene Wübbe | Fotos: © Simon Detel

Mit freundlicher Unterstützung durch Fonds auf Augenhöhe, Berthold Leibinger Stiftung | In Kooperation mit der Bürgerstiftung Berlin, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten | Aufführungsrechte: Verlag der Autoren Frankfurt am Main | Eine Produktion von syn:format

Die Wiederaufnahme wird gefördert durch den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.

The East in ME | Berlin 2023

// PROZESSFÖRDERUNG //

The East in ME

Die Erinnerungskultur für Ostdeutschland ist an einem Wendepunkt angelangt.
30 Jahre nach Mauerfall, Wiedervereinigung, Rostock-Lichtenhagen ist eine neue Generation herangewachsen, die die DDR nicht mehr als „untergegangene Diktatur“ oder „vergangene Utopie“ erinnern will.
Diese Generation fühlt „den Osten“ anders: im Präsens und als eine Quelle für alternative Lebensentwürfe.
Statt Ostalgie oder DDR-Bashing geht es dieser Generation darum, den Osten und die Reste der DDR in der Gegenwart neu zu artikulieren: als Teil der eigenen Identität.
Das Faszinierende: diese Generation erinnert die DDR, ohne sie erlebt zu haben.
Für sie ist der Osten nicht Historie, die man aufarbeiten oder für die man sich rechtfertigen muss, sondern phantomschmerzende „Heimat“, verschüttete Eigengeschichte und Ressource vielfältiger Zukunftskonstruktionen.
Mit „The East in Me“ wollen wir an diesen neuen Erinnerungsdiskurs anknüpfen.
Während in den bildenden Künsten zunehmend Künstler:innen mit Ostbiographie sichtbar werden, wollen wir diesen neuen „Gefühlsraum Ost“ im Theater bearbeiten und zeitgenössische theatrale Formate für ihn entwickeln.
Für die Realisierung unseres Projekts brauchen wir keinen Jahrestag, keine offiziellen Feierlichkeiten, keinen runden Geburtstag.
Wir brauchen Orte – Probebühnen mit Labor- und Werkstattatmosphäre.

Beteiligt an den Splittern: Sabine H. – Die neunfache Kindsmörderin aus Brieskow-Finkenheerd (Fotos 1/4/5) & Die Krähen – Physiologie und Mythologie von Saatkrähen im Nationalpark „Unteres Odertal“ (Fotos 2/3/6/7)

Produktion: Panzerkreuzer Rotkäppchen | Produktionsleitung: Anat Homm | Künstlerische Leitung: Susann Neuenfeldt | Finanzleitung: Maria Ullrich | Choreographie: Maike Möller-Engemann | Tanz: Kerstin Hurbain, Jenny Helene Wübbe, Giorgia Bovo | Sound Design: Hans Narva | Licht Design: Holger Duhn | Video: Ana Marinov | Kommunikation: Simon Strick | Social Media: Maria Ullrich | Technische Leitung: Kirstin Giebeler | Website: Ludovica Farace & Giannina Herion | Forschende: Anna Stiede, Richard Pfützenreuter, Alison Shea, Susann Neuenfeldt, Jana Olschewski, Sabine Böhm, Luise Grell, Jenny Helene Wübbe, Maike Möller Engemann | Sängerin: Danja Schilling

Ein Projekt von PKRK. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste.

TreuhandTechno | Berlin 2021/22

// PERFORMANCE //

TreuhandTechno Berlin

4./5./6. Juni 2021 | ://aboutblank, Berlin
12./13./14. Dezember 2022 | ://aboutblank, Berlin

T wie Taumel, Taktung, Träne, Trance. Mit TreuhandTechno Berlin bringt das Berliner Theaterkollektiv Panzerkreuzer Rotkkäppchen (PKRK) die Treuhand-Abwicklungsgeschichte des VEB Narva in den Technoclub ://aboutblank am Ostkreuz. 

Narvabirnen flackern, Arbeiterinnen tanzen im Strobolicht und es wird eine Narva-Fließstrecke auf dem MDF-Floor rekonstruiert. Denn: Techno ist ein Trauermarsch der Maschinen. PKRK inszeniert in TreuhandTechno Berlin weibliche Gegengeschichten zu den männlich dominierten Techno- und Treuhanderzählungen.

TEASER

Mit: Maike Möller-Engemann, fr. JPLA, Hans Narva, Richard Pfützenreuter, Anna Stiede, Simon Strick, Werner Türk | Tänzerinnen Gruppe 1: Giorgia Bovo, Laura Guy, Melissa Ferrari, Kerstin Hurbain, Alix Reigner, Jenny Helene Wübbe | Tänzer:innen Gruppe 2: Lin Hektoen, Dana Bong, Jenny Helene Wübbe, Isabelle Vogt, Dorothea Loebbermann | Künstlerische Leitung & Regie: Susann Neuenfeldt | Choreographie: Maike Möller Engemann | Bühnen-Design: Friedrich Hartung | Kostüme: Alison Shea mit PERLENSAU | Sound-Design: Hans Narva, fr. JPLA | Kamera & Film: Simon Strick | Produktionsleitung: Maria Ullrich | PR & Kommunikation: Anna Stiede, Karin Zennig | Recherche & Videoinstallation: Richard Pfützenreuter | Licht: opticalnoise | Fotos: © Ronald Spratte

Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds Berlin und der Rosa Luxemburg Stiftung Berlin
Eine Produktion von PKRK.

Burning Stars | Winterthur (CH) 2022

// PERFORMANCE LAB //

Burning Stars

02. – 09. September 2022 | Kunst im Depot, Winterthur (CH)

Open Hour 08. September 2022

Eines Tages wusstest du endlich, was zu tun war, und hast begonnen, obwohl die Stimmen um dich herum dir weiter ihren schlechten Rat zuriefen – obwohl das ganze Haus zu zittern begann
und du wieder spürtest wie etwas an deinen Knöcheln zog.
„Mach mein Leben besser!“ riefen sie alle.
Aber du bist nicht stehen geblieben. Du wusstest, was du zu tun hattest, obwohl der Wind mit seinen steifen Fingern an den tiefsten Fundamenten rüttelte, obwohl ihre Trauer so schrecklich war.
Es war schon spät genug, und eine stürmische Nacht,
und der Weg war voll von herabgefallenen Zweigen und Steinen.
Aber Schritt für Schritt, während du ihre Stimmen hinter dir ließest, begannen die Sterne durch die Wolkendecke zu glühen,
und da war eine neue Stimme, die du langsam als deine eigene erkanntest,
die bei dir blieb, als du tiefer und tiefer in die Welt gingst, dazu bestimmt,
das einzige zu tun, was du tun konntest – dazu bestimmt,
das einzige Leben zu retten, das du retten konntest.
(Die Reise – Mary Oliver)

Performance als «Akt der radikalen Selbstfürsorge». Thematischer Ausgangspunkt für den Forschungsprozess war „Die Reise“ von Mary Oliver. Die performativ gestalteten Räume entstanden in der gemeinsamen Forschungswoche. In einer Open Hour wurden die Türen für Interessierte geöffnet. 

Facilitation, Moderation, in Kooperation mit dem Kunst im Depot: Verena Holscher, Katrin Sauter, Andrea Frei. Mit Performerinnen aus verschiedenen Kunstsparten.